Solitär Regeln und Anleitung
Diese Anleitung erklärt klassisches Klondike-Solitär vollständig: vom Austeilen über jede erlaubte Bewegung bis zum gewonnenen Spiel. Du kannst die Begriffe neben einer laufenden Partie nachschlagen oder das Regelwerk vor deinem ersten Zug in Ruhe lesen.
Ziel des Spiels
Du sollst alle 52 Karten auf vier Fundamenten ablegen. Jedes Fundament gehört zu einer Kartenfarbe und beginnt mit dem Ass. Darauf folgen Zwei, Drei, Vier und die weiteren Werte in aufsteigender Reihenfolge bis zum König.
Damit die benötigten Karten erreichbar werden, ordnest du das Tableau, deckst verdeckte Karten auf und verwendest den Talon. Die Partie endet mit einem Sieg, wenn im Tableau, Talon und Ablagestapel keine Karte mehr liegt.
Karten und Bezeichnungen
Klondike verwendet ein Kartenspiel mit 52 Karten, also ohne Joker. Es gibt vier Kartenfarben: Herz und Karo sind rot, Pik und Kreuz sind schwarz. Innerhalb jeder Farbe reicht die Rangfolge vom Ass über Zwei bis Zehn, Bube, Dame und König.
- Tableau
- Die sieben Spielspalten, in denen absteigend und mit wechselnder Farbe gebaut wird.
- Talon
- Der verdeckte Vorrat mit den nach dem Austeilen übrigen Karten.
- Ablage
- Der offene Stapel neben dem Talon. Nur seine oberste Karte ist spielbar.
- Fundamente
- Vier Zielstapel, die nach Kartenfarbe aufsteigend gefüllt werden.
So wird Solitär aufgebaut
Lege sieben Spalten nebeneinander. Die erste Spalte erhält eine Karte, die zweite zwei, die dritte drei und so weiter, bis in der siebten Spalte sieben Karten liegen. Insgesamt befinden sich damit 28 Karten im Tableau.
In jeder Spalte wird nur die unterste Karte aufgedeckt. Alle Karten darüber bleiben zunächst verdeckt. Die verbleibenden 24 Karten bilden den Talon. Neben ihm bleibt Platz für die Ablage; auf der anderen Seite werden vier leere Bereiche für die Fundamente vorgesehen.
Regeln für Züge im Tableau
Auf eine offene Karte darfst du eine Karte legen, die genau einen Rang niedriger ist und die entgegengesetzte Farbe besitzt. Zulässig ist beispielsweise eine schwarze Acht auf einer roten Neun. Eine rote Acht auf einer roten Neun ist nicht erlaubt, ebenso wenig eine schwarze Sieben direkt auf einer roten Neun, weil ein Wert übersprungen würde.
Eine bereits korrekt geordnete Folge kann gemeinsam bewegt werden. Liegen schwarze Acht, rote Sieben und schwarze Sechs lückenlos zusammen, darfst du alle drei auf eine rote Neun verschieben. Die oberste Karte der bewegten Folge muss zum Ziel passen; die Reihenfolge innerhalb des Blocks darf sich dabei nicht ändern.
Die frei liegende Endkarte einer Folge darfst du einzeln bewegen. Wählst du eine weiter oben liegende offene Karte, muss der gesamte lückenlos daran anschließende offene Block bis zum Spaltenende mitwandern. Eine Karte aus der Mitte einer Folge lässt sich nicht herausziehen. Verdeckte Karten sind niemals direkt beweglich.
Verdeckte Karten aufdecken
Sobald du die letzte offene Karte einer Spalte entfernst und darunter eine verdeckte Karte liegt, wird diese umgedreht. Erst danach darf sie verwendet werden. Das Aufdecken ist keine freiwillige Alternative: Eine freiliegende verdeckte Karte bleibt nicht verdeckt.
Dieser Vorgang liefert neue Information und ist daher ein zentrales Zwischenziel. Wenn mehrere Bewegungen möglich sind, ist die Variante mit einer neu sichtbaren Karte meistens besonders prüfenswert.
Was auf eine leere Spalte darf
Ist eine Tableau-Spalte vollständig geräumt, darf nur ein König dort abgelegt werden. Auch eine korrekt geordnete Folge ist zulässig, wenn sie mit einem König beginnt. Eine Dame oder eine andere Karte kann keinen leeren Platz eröffnen.
Ein freier Bereich ist hilfreich, wenn ein passender König erreichbar ist. Ohne König bleibt er vorerst ungenutzt. Plane deshalb das Leeren und das anschließende Belegen möglichst zusammen.
Fundamente richtig aufbauen
Jedes Fundament ist genau einer Kartenfarbe zugeordnet. Zuerst kommt das Ass, anschließend die Zwei derselben Farbe, dann die Drei und so weiter. Farben dürfen dort nicht vermischt werden. Auf ein Herz-Ass gehören ausschließlich Herz-Karten.
Eine offene Tableau- oder Ablagekarte darf auf ihr Fundament wechseln, sobald der unmittelbar vorherige Wert dort liegt. Niedrige Karten können dadurch Platz schaffen. Bei mittleren und hohen Werten solltest du dennoch prüfen, ob sie im Tableau als Unterlage für eine gegensätzliche Farbe gebraucht werden.
Wenn die Spielstellung es erfordert, kann eine Karte vom Fundament zurück ins Tableau gesetzt werden, sofern der normale absteigende Farbwechsel eingehalten wird. Diese Möglichkeit hilft, wenn eine zu früh abgelegte Karte einen Aufbauweg blockiert hat.
Talon und Ablage bedienen
Durch Antippen des Talons werden Karten offen auf die Ablage gelegt. Nur die oberste Ablagekarte kann ins Tableau oder auf ein Fundament verschoben werden. Karten darunter bleiben blockiert, bis die darüberliegenden Karten gespielt wurden oder ein weiterer Durchgang beginnt.
Ist der Talon aufgebraucht, wird die Ablage nach den Regeln des gewählten Modus erneut zum verdeckten Vorrat. Dabei wird die vorhandene Reihenfolge nicht beliebig gemischt. Deshalb lohnt es sich, erreichbare Karten und ihre Nachbarn zu beobachten.
Regelvariante: 1 Karte ziehen
Im Modus Ziehe 1 wird pro Aktion eine einzelne Karte vom Talon aufgedeckt. Dadurch wird jede Karte des Vorrats im Verlauf eines Durchgangs zur obersten Ablagekarte. Dieser direkte Zugriff macht die Variante übersichtlicher und eignet sich gut zum Lernen.
Auch hier bleibt die Reihenfolge wichtig. Eine Karte aus der Ablage zu spielen, verändert die Position der folgenden Karten im nächsten Durchgang. Meist ist der Effekt jedoch leichter nachzuvollziehen als bei Dreiergruppen.
Regelvariante: 3 Karten ziehen
Bei Ziehe 3 werden bis zu drei Karten gemeinsam aufgedeckt. Spielbar ist nur die zuletzt aufgelegte, also oberste Karte. Entfernst du sie, wird die darunterliegende Karte derselben Gruppe zugänglich. Am Ende des Talons kann die letzte Gruppe aus einer oder zwei Karten bestehen.
Weil nicht jede Karte in jedem Durchgang oben liegt, musst du die Gruppierung berücksichtigen. Das Spielen einer Ablagekarte verschiebt den Dreiertakt und kann in der nächsten Runde einen zuvor verdeckten Wert erreichbar machen. Eine ausführliche Strategie findest du direkt beim Spiel Solitär 3 Karten.
Beispiel für eine Zugfolge
Angenommen, eine rote Neun liegt offen in der zweiten Spalte. In der fünften Spalte liegen auf einer verdeckten Karte eine schwarze Acht und eine rote Sieben. Du kannst die beiden offenen Karten gemeinsam auf die rote Neun bewegen: Die schwarze Acht passt farblich und im Wert, die rote Sieben bleibt korrekt unter ihr.
Danach wird die zuvor verdeckte Karte in der fünften Spalte aufgedeckt. Falls es ein Ass ist, kann es ein Fundament eröffnen. Falls es ein schwarzer König ist, weißt du nun, dass sich das vollständige Leeren dieser Spalte besonders lohnen kann.
Typische nicht erlaubte Züge
- Zwei Karten gleichen Rangs direkt aufeinanderlegen.
- Im Tableau dieselbe Farbe statt rot und schwarz abwechseln.
- Einen Wert überspringen, etwa eine Sieben auf eine Neun legen.
- Eine Folge bewegen, deren innere Reihenfolge nicht vollständig gültig ist.
- Eine andere Karte als einen König auf eine leere Spalte setzen.
- Ein Fundament mit einer anderen Karte als dem Ass beginnen.
- Eine verdeckte Karte verwenden, bevor die offene Deckkarte darüber entfernt wurde.
Regelkonforme Entscheidungen verbessern
- Suche Aufdeckzüge. Jede neue Tableaukarte erweitert die bekannte Stellung.
- Vergleiche gleichrangige Ziele. Wähle den Zug, der darunter mehr freigibt oder eine Spalte verkürzt.
- Spiele Fundamente mit Augenmaß. Eine Karte kann oben sicher wirken und unten trotzdem noch gebraucht werden.
- Erzeuge leere Spalten nicht isoliert. Halte einen König oder eine passende Königsfolge bereit.
- Prüfe das Tableau vor dem Talon. Sichtbare Bewegungen können ein benötigtes Ziel für die Ablage schaffen.
- Nutze Hinweise als Kontrolle. Ein Hinweis zeigt eine legale Aktion, aber nicht zwingend die strategisch beste langfristige Wahl.
Wann eine Partie blockiert ist
Eine Stellung ist praktisch festgefahren, wenn es weder im Tableau noch von der Ablage einen hilfreichen legalen Zug gibt und weitere Talondurchgänge keine neue zugängliche Karte liefern. Bevor du aufgibst, kontrolliere bewegliche Folgen, mögliche Fundamentzüge und alternative Entscheidungen vor dem letzten Engpass.
Nicht jede zufällige Austeilung wird als lösbar garantiert. Außerdem kann eine lösbare Ausgangslage durch eine ungünstige Reihenfolge blockiert werden. Rückgängig hilft dabei, diese beiden Situationen voneinander zu unterscheiden.
Woran du den Sieg erkennst
Gewonnen ist die Partie erst, wenn alle vier Fundamente vollständig vom Ass bis zum König aufgebaut sind. Eine leere Ablage allein reicht ebenso wenig wie ein Tableau ohne verdeckte Karten. Sind jedoch alle verbleibenden Karten offen und Talon sowie Ablage leer, kann die automatische Vervollständigung die eindeutig sicheren Schlusszüge ausführen.
Häufige Regelfragen
Darf ein Ass auf einen König gelegt werden?
Nein. In Klondike gibt es keinen Kreislauf zwischen König und Ass. Das Ass beginnt nur ein Fundament; im Tableau ist es der niedrigste Wert einer absteigenden Folge.
Kann eine verdeckte Karte freiwillig liegen bleiben?
Nein. Sobald sie die unterste Karte ihrer Spalte wird, deckt das Spiel sie auf.
Dürfen mehrere Karten auf ein Fundament gelegt werden?
Die Karten wechseln einzeln und streng in aufsteigender Reihenfolge auf das jeweilige Farbfundament.
Was unterscheidet Neustart von Neuem Spiel?
Neustart stellt die aktuelle Austeilung wieder her. Neues Spiel erzeugt eine andere Kartenverteilung.
Gibt es eine Pflicht, einen möglichen Zug auszuführen?
Nein. Du wählst zwischen den legalen Optionen und darfst den Talon verwenden, auch wenn im Tableau noch ein Zug sichtbar ist.